Chronik und Historie

In unserer Chronik erzählen wir die Geschichte der Queer Volleyball League von ihren Anfängen bis heute – Jahr für Jahr, Saison für Saison.
Die Queer Volleyball League e.V. ist aus dem gemeinsamen Wunsch nach einem offenen, inklusiven und zugleich sportlich ambitionierten Wettbewerbsumfeld entstanden. Seit ihrer Gründung als Schwul-Lesbische Volleyball Liga e.V. hat sich die QVL stetig weiterentwickelt und ihre Strukturen professionalisiert.

Hier findest du, wie aus einer zunächst deutschsprachigen Liga ein europaweites Netzwerk queerer Volleyballteams geworden ist, welche Entwicklungen es bei Gruppen, Spielmodi und Standorten gab und welche Teams sich die Meister:innen-Titel sichern konnten.
Die Chronik bündelt Erinnerungen, Rekorde und besondere Momente: Sie zeigt, wie viele Vereine und Menschen über die Jahre diese Liga geprägt haben und wie sehr Sichtbarkeit, Vielfalt und Fair Play im Mittelpunkt stehen.
Unten auf der Seite kannst du alle bisherigen Meister:innen der Liga entdecken sowie die Abschlusstabellen aus allen Gruppen der vergangenen Jahre – ideal, um in Ergebnissen zu stöbern, alte Rivalitäten wieder aufleben zu lassen oder die eigene Teamgeschichte nachzuverfolgen.

1991–1992 | Gründung und Konzeptphase

Ursprünglich war die Liga als gesamteuropäischer Wettbewerb unter dem Dach der European Gay & Lesbian Sport Federation (EGLSF) geplant. Mangels Interesse aus den Nachbarländern begannen Ende 1991 die Vorbereitungen für eine nationale schwule Volleyball-Liga in Deutschland. Die Initiative ging vom SC Janus Köln aus. Gemeinsam mit den Bonner Hupfdohlen, dem VC Phönix Düsseldorf und dem Frankfurter Volleyball Verein wurden im Februar 1992 in Düsseldorf die Grundlagen und Regeln beschlossen. Vereine im deutschsprachigen Raum wurden zur Teilnahme eingeladen – mit großer Resonanz: 5 A-Teams, 10 BB-Teams und 3 B-Teams meldeten sich an.

1992 | Erstes Vorbereitungsturnier und Ligastruktur

Aufgrund der hohen Anzahl an Meldungen in der Spielklasse BB wurde am 7. und 8. November 1992 ein Vorbereitungsturnier in Frankfurt und Düsseldorf organisiert. Die Bonner Hupfdohlen qualifizierten sich als bestes Team für die Gruppe A, während die drei letztplatzierten Teams in der Saison 1993 in der Klasse B starteten. Alle weiteren Mannschaften verblieben im Level BB – die Grundstruktur der Liga war damit etabliert.

1993 | Erste vollständige Saison

18 Teams aus 11 Vereinen treten in drei Gruppen an. Die Bonner Hupfdohlen stellen das stärkste Team der Saison.

1994 | Weiteres Wachstum

23 Teams aus 14 Vereinen nehmen teil. AufRuhr I aus Bochum sichert sich den Titel.

1995 | Berlin an der Spitze

22 Teams aus 13 Vereinen starten. Vorspiel Berlin gewinnt die Saison.

1996 | Internationalisierung und Umbenennung

Mit „Pink Chocolate“ aus Basel nimmt erstmals ein Schweizer Team teil, insgesamt spielen 27 Teams aus 18 Vereinen in fünf Gruppen. Vorspiel Berlin gewinnt erneut. Im November wird die Liga in „Schwul-Lesbische Volleyball Liga“ umbenannt. Mit Aufschlag Wien ist erstmals auch Österreich vertreten.

1997 | Vereinsgründung beschlossen

AufRuhr I gewinnt nach zwei zweiten Plätzen erstmals die höchste Spielklasse. Beim Captains Dinner im November wird die Gründung eines eingetragenen Vereins (e. V.) beschlossen.

1998 | Neue Kategorienstruktur

34 Teams starten in einer A-, zwei B- und drei C-Kategorien. FVV I aus Frankfurt gewinnt erstmals Level A.

1999 | Frankfurter Titelverteidigung

36 Teams nehmen teil. FVV I aus Frankfurt gewinnt erneut Level A.

2000 | Millennium-Saison

36 Teams spielen in der Liga. Die Neckarnixen aus Stuttgart werden Sieger im Level A.

2001 | Erneut Frankfurt vorn

37 Teams treten an. FVV I aus Frankfurt wird wieder Meister im Level A.

2002 | Teilnahme aus Prag

35 Teams starten, erstmals ist ein Team aus Prag dabei. Die Neckarpritschen aus Stuttgart gewinnen Level A.

2003 | Frankfurt dominiert

36 Teams nehmen teil. FVV I – Loreley aus Frankfurt gewinnt die höchste Spielklasse.

2004 | Einführung der Klasse B+

40 Teams treten an, zwischen A und B wird die neue Klasse B+ eingerichtet. FVV I – Loreley verteidigt den Titel.

2005 | Rekord und Frauenstaffel

47 Teams starten, erstmals wird eine Frauenstaffel eingerichtet. Salt&Lemon Düsseldorf gewinnen bei den Frauen, die Neckarpritschen Stuttgart bei Herren A.

2006 | Neue Titelträger

44 Teams nehmen teil. Queerpass Dresden gewinnt bei den Frauen, der SC Janus Köln bei den Herren A.

2007 | 50 Teams – neuer Höchststand

50 Teams, darunter fünf Frauenteams, starten. Ein Team aus Regensburg ist erstmals dabei. Queerpass Dresden (Frauen) und München I (Herren) werden Meister.

2008 | Strukturanpassungen

46 Männerteams treten an, die Gruppe B+ wird in zwei Staffeln geteilt. Erstmals sind Teams aus Zürich und Trier dabei. Mangels Anmeldungen findet kein Frauenwettbewerb statt. Meister wird der SC Janus Köln.

2009 | Weiteres Wachstum im Männerbereich

49 Männerteams starten, erstmals mit einem Team aus Oldenburg. Es gibt keinen Frauenbereich. München I wird Meister.

2010 | 51 Teams und vier C-Gruppen

Die C-Staffel wird in vier Gruppen aufgeteilt. Meister wird der SC Janus Köln.

2011 | Titelverteidigung

48 Männerteams nehmen teil. Der SC Janus Köln verteidigt den Titel.

2012 | Frankreich und Frauen-Comeback

48 Männer- und drei Frauenteams starten, erstmals ist Frankreich vertreten. Nimm Du-Hamburg gewinnt bei den Frauen, Gay Sport Zürich bei den Männern.

2013 | Fünf Nationen vertreten

Vier Frauen- und 48 Männerteams aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und Tschechien spielen mit. Meister wird der SC Janus Köln.

2014 | Starkes Wachstum

Vier Frauen- und 56 Männerteams starten. Stets Bemüht Bremen gewinnt bei den Frauen, Bella Block International aus Hamburg bei den Herren.

2015 | Über 60 Teams

Fünf Frauen- und 61 Männerteams aus sechs Ländern nehmen teil. Stets Bemüht Bremen (Frauen) und Bella Block International (Herren) verteidigen ihre Titel.

2016 | Weitere Steigerung

Fünf Frauen- und 62 Männerteams starten. Die Babajagas Berlin gewinnen bei den Frauen, Bella Block International holt bei den Herren den dritten Titel in Folge.

2017 | Erste vollständige Frauenstaffel

Sechs Frauenteams bilden erstmals eine komplette Staffel. Die Babajagas verteidigen ihren Titel. Mit Volup Warsaw ist erstmals ein polnisches Team dabei. Aufschlag Wien I wird Herren-Meister.

2018 | Titel nach Polen

Fünf Frauen- und 57 Männerteams nehmen teil. Die Babajagas gewinnen zum dritten Mal in Folge. Volup Warsaw holt erstmals den Herren-Titel nach Polen.

2019 | Rückläufige Zahlen

Fünf Frauen- und 52 Männerteams starten. Volup Warsaw zieht sich zurück. Die Babajagas (Frauen) und Bella Block International (Herren) gewinnen die Meistertitel.

2020 | Pandemiebedingte Absage

Aufgrund der COVID-19-Pandemie wird die gesamte Saison abgesagt.

2021 | Spielbetrieb unter Einschränkungen

Vier Frauen- und 29 Männerteams nehmen unter strengen Auflagen teil. Einige Gruppen setzen aus oder spielen verkürzt. Die Babajagas werden erneut Meisterinnen. Bei den Herren wird mangels Spielbetrieb in A und B+ West das Team Berliner Vögel(n) aus der B+ Ost zum Meister gekürt.

2022 | Neustart unter Hygieneregeln

Trotz fortbestehender Pandemie ermöglicht ein Hygienekonzept wieder regulären Spielbetrieb.

2023 | Neustart ohne Einschränkungen

63 Teams aus fünf europäischen Ländern treten an, darunter erstmals drei Teams aus Polen. Gespielt wird in vier Staffeln mit insgesamt elf Gruppen. Auch im Vorstand werden zwei Positionen neu besetzt. Neu wurde der Q-CUP als Pokalrunde der Liga eingefügt.

2024 | 69 Herrenteams – keine Frauenstaffel

69 Herrenteams nehmen am Spielbetrieb teil und unterstreichen die weiterhin hohe Beteiligung. Leider kommt in dieser Saison keine Frauenstaffel zustande.

2025 | Rekordbeteiligung und neuer Name

Mit 81 Teams erreicht die Liga einen neuen Höchststand. Erstmals tritt sie unter dem neuen Namen „Queer Volleyball League“ auf – ein klares Zeichen für Vielfalt, Offenheit und die konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Schwul-Lesbischen Volleyball Liga. Die FLINTA*-Staffel feiert ihr Comeback, die Dragonhearts aus Berlin gewinnen die Saison. In der All-Gender-Spielklasse sichert sich Bella Block International bereits zum sechsten Mal den Meistertitel.

2026 | Wachstum, Rebranding und weitere Internationalisierung

Mit 87 Teams verzeichnet die Queer Volleyball League einen erneuten Teilnehmerrekord. Das Rebranding ist erfolgreich abgeschlossen, und die QVL präsentiert sich mit neuer Corporate Identity und modernisiertem Auftritt. Erstmals nimmt ein Team aus Schweden am Ligabetrieb teil, zudem kehrt Frankreich mit einer Mannschaft aus Paris in die Liga zurück – ein weiteres Zeichen für die wachsende europäische Vernetzung.

2026 | Raise The Roof ist CHAMPION – FLINTA*

Was für ein Debüt: Das Team Raise The Roof des SC JANUS Köln sichert sich bei seiner ersten Teilnahme an der FLINTA*-Spielklasse direkt den Champion-Titel.

Damit gewinnt Raise The Roof auf Anhieb den ersten Champion-Titel der Teamgeschichte. Ein großartiger Erfolg, der mit viel Einsatz, Teamgeist und Leidenschaft erarbeitet wurde.

2026 | Bella Block International ist CHAMPION – ALL GENDER

Auch in der ALL GENDER Spielklasse steht der Champion fest: BELLA BLOCK INTERNATIONAL sichert sich am 3. Spieltag erneut die Spitzenposition und damit den Titel. Bis zum Schluss blieb es spannend, doch die Wiederholungstäter setzen sich durch und feiern ihren bereits achten Champion-Titel in der ALL GENDER Spielklasse. Ein starker Erfolg, der die beeindruckende Titelserie des Teams eindrucksvoll fortsetzt.

2026 | Flower Rangers Berlin gewinnen den Q-CUP

Der Q-CUP 2026 geht an die FLOWER RANGERS BERLIN! Bei der vierten Austragung des Q-CUP gibt es damit zum vierten Mal einen neuen Champion. Für die Flower Rangers ist es der nächste große Erfolg einer beeindruckenden Saison: Erst vor zwei Wochen sicherte sich das Team den Gruppensieg in B NORTH und damit den Aufstieg in Level A. Nach drei Aufstiegen in Folge von Level D bis in Level A krönen die Flower Rangers ihre Reise nun mit dem ersten Titel in der QVL. Ein großartiger Erfolg! 🏆🌸

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